Schlaftherapie

Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick über die gängigen Therapiemöglichkeiten der Schlafapnoe.

CPAP Therapie

CPAP ist die Abkürzung für „continuous positive airway pressure“ und heißt übersetzt „kontinuierlich positiver Atemwegsdruck“. Bei dieser Therapieform trägt der Patient nachts eine Nasen- oder Nasen-Mundmaske. Diese ist über einen Schlauch mit einem Gerät verbunden, welches während des Schlafs für einen Überdruck in den Atemwegen sorgt. Der Druck verhindert, dass die Atemwege sich verengen oder verschließen und es hierdurch zu Atemaussetzern kommt.

Medikamentöse Behandlung

Bislang gibt es leider keine wirksamen Medikamente gegen Schlafapnoe.

Operation

Ein chirurgischer Eingriff kommt nur für Patienten in Frage, die über anatomische Besonderheiten in Hals oder Rachen verfügen. Das können z.B. vergrößerte Mandeln oder Polypen sein, was meistens Kinder betrifft. Aber auch Fehlstellungen des Unterkiefers oder der Nasenscheidewand können durch Operationen behoben werden.

Eine häufig durchgeführte Operation bei Schlafapnoe ist die Uvulovelopharyngoplastik, kurz UVPP genannt. Hierbei sollen durch die operative Entfernung von Weichteilgewebe im Nasen-Rachen-Raum Engpässe abgeschwächt bzw. beseitigt werden. Studien haben jedoch gezeigt, dass diese operative Maßnahme den Betroffenen nur in durchschnittlich 30% eine Beschwerdebesserung bringt.

Rückenlagevermeidungsweste

Bei nur in Rückenlage auftretenden Atemaussetzern (Apnoen) ist diese Therapieform eine Option. Die Rückenlage gilt als die Schlafposition mit den am häufigsten auftretenden Apnoen. Der direkte Zusammenhang zwischen Lage und Schlafapnoe besteht aber nur bei etwa 35 Prozent. Was bedeutet, dass dieses Hilfsmittel für rund 65% der Schlafapnoe-Patienten keine Erleichterung bringt.

Die Rückenlagevermeidungsweste ist ein Hilfsmittel, welches ein Umdrehen auf den Rücken erschwert und den Patienten zum Schlafen in Seitenlage bringen soll.

Zahnschienen

Individuell angefertigte Schienen können bei einigen Patienten Atemaussetzer während des Schlafs vermindern. Es gibt unterschiedliche Modelle wie z. B. Zungenretainer, Zungenextensoren und Unterkieferprotrusionsschienen.
Während Zungenretainer die Zunge von einem Zurückfallen in den Rachen abhalten, verlagern Zungenextensoren die Zunge nach vorn unten. Unterkieferprotrusionsschienen verlagern die Zunge und den Unterkiefer insgesamt leicht nach vorne. Dadurch sollen die Atemwege offen gehalten werden.
Zahnschienen werden in einem zahntechnischen Labor entsprechend den individuellen Gegebenheiten des Patienten angefertigt und eignen sich – wie Rückenlagevermeidungswesten – besonders für Personen, die unter einer Lage-abhängigen Schlafapnoe leiden.

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